Cider World 2026

and the Winner is:

ihr werdet es nicht glauben, aber mein persönlicher Gewinner dieses Jahr ist ein alkoholfreier und kommt aus Südtirol:

Den musste ich natürlich umgehend bestellen. Der Sparkling Rocco – Spicy Honey (Alkoholfrei, prickelnd & würzig – Apfel, Ingwer, Honig & Limette in perfekter Harmonie.) war zwar nicht für die Jury eingereicht worden, da er gerade mal 2 Wochen vor der Messe fertig wurde, aber diese Kombination der Geschmacksrichtungen ist ein wahre Gaumenfreude.

Der Große Bruder „Sparkling Rocco – Classic“ konnte schließlich den Award in der Kategorie „Non-Alcoholic“ gewinnen.

Rotfleischige Äpfel – das Herz der Produkte Rotfleischigen Äpfel zeichnen sich sowohl durch ihre intensiv rote Fruchtfleischfarbe als auch durch ihren unverwechselbaren Geschmack aus. Diese Eigenschaften bilden die Grundlage für unseren Apfelaperitivo „Sparkling Rocco“ und unsere anderen Produkte. Die knackige Säure und die feinen Aromen von Rhabarber, Johannisbeere und Ananas machen unseren Sparkling Rocco zum Spitzenkandidaten für einen erfrischenden Aperitivo.

So steht es auf der Homepage der Italiener. Neben den beiden Cidern haben sie auch Apfelchips und Schokolade im Sortiment. Knackige, säuerlich-rote Apfelscheiben aus dem Rocco-Apfel treffen dabei auf edelste Zartbitterschokolade (62% Kakao) aus der Schokoladenmanufaktur Oberhöller. Frisch, fruchtig und mit der perfekten Prise Bitterkeit – einfach unwiderstehlich! Auf der Homepage findet ihr zudem noch viele spannende Cocktailrezepte – da kann der Sommer gerne kommen.

Von Südtirol geht die Reise weiter nach Österreich. Hier ist Mausser Most in der Steiermark zu Hause.

RedLove“ holte hier den Titel in der Kategorie „Still Ciders“. Still Ciders (stiller Cider) sind alkoholische Apfelweine, die keine Kohlensäure enthalten. Im Gegensatz zu den weit verbreiteten, sprudelnden Varianten werden diese Ciders bewusst ohne „Bläschen“ hergestellt und konsumiert.

Neben den Ciders bietet der Onlineshop auch Fruchtsäfte & Fruchtnektare, Edelbrände & Gin, sowie Frizzante. Frizzante ist die italienische Bezeichnung für Perlwein und bedeutet „prickelnd“. Er ist ein leicht schäumender Wein mit weniger Kohlensäuredruck (meist 1–2,5 bar) als Sekt oder Spumante.

Fliegen wir von der Steiermark über die Alpen ins Frankenland. Franken liegt in Bayern und das Bayern Meister des Weißbieres sind, ist auch nicht neu. Dabei gilt das Frankenland als Region mit der höchsten Brauereidichte der Welt. Eine Spezialität aus Bamberg ist zum Beispiel das Rauchbier. Aber diese Franken können auch Cider. Man glaubt es kaum. Zum ersten mal auf der Messe vertreten und dann noch gleich abräumen.

In der Kategorie „Mixed & Flavoured“ hat der Wilder Cider von MainSchmecker das Rennen gemacht.

Wilder Cider“ ist ein Streuobstcider aus Apfel, Birne, Quitte, Speierling und Mispel. Echt. Dufte. Harmonisch. Herb. Und wenn das nicht schon eine Überraschung wäre, haben sie auch den 2. Platz in der selben Kategorie mit ihrem 2. eingereichten Produkt belegt.

Sei der Kleiber“ Cider ist ein Streuobstcider aus 100 % Biolandäpfeln von unseren Streuobstwiesen.

„Sei der Kleiber“ hat mir persönlich sogar noch ein wenig besser geschmeckt. Neben den beiden Cidern befinden sich auch Säfte, Aufstriche und vor allem viele diverse Birnenbrände im Onlineshop.

Jetzt haben wir schon 3 der 6 Award Gewinner diesen Jahres dabei gehabt. Bleiben also noch 3 übrig. Ein weiterer davon kommt ebenfalls aus Deutschland – genauer gesagt aus der Uckermark in Brandenburg vom Gutshof Kraatz.

Gewinner der Kategorie „Sparkling Perry“ ist der Birnensecco aus 2024. Nicht nur Äpfel werden zu Seccos oder Ciders verarbeitet, sondern sehr oft auch Birnen. Das Gutshof stellt neben dem Gewinner auch Apfelweine, Obstweine, Obstsäfte, Obstbrände und Essige her.

Von der Uckermark geht´s über die Ostsee nach Norwegen. Hier sind die letzten beiden Gewinner der diesjährigen Awards zu Hause.

Kategorie „Sparkling Ciders“

oben Trell von Sandalen Gard und unten Elodie Ice Cider von Eiane Gard

Der Trell-Cider wurde bei der Norwegischen Cider-Meisterschaft 2026 in der Kategorie „Cider mit Alkohol“ ausgezeichnet und ließ dabei über 90 Konkurrenten hinter sich. Die 2025 abgefüllte Version gilt unter Pommeliers1 und Sommeliers als einer der besten Cider aller Zeiten. Wer es extrem süß mag, der liegt mit Elodie genau richtig. Für mich schon wieder zu süß.

Kategorie „Dessert & Fortified“

Nun kennen wir meinen persönlichen, sowie alle diesjährigen Award-Gewinner. Herzlichen Glückwunsch auch von meiner Seite. Schauen wir noch ein wenig auf andere Produzenten und bleiben dabei kurz im hohen Norden. In Finnland ist Pirula zu Hause. Sie sind ein bekanntes Gesicht auf der Cider World und produzieren hervorragende Ciders. Dieses Jahr hatten sie einen Cider aus weißen Johannisbeeren dabei. Super lecker. Bild davon in der Galerie am Ende des Beitrags. Ebenfalls aus Finnland stammt Lepola Drinks. Auch sie waren wieder mit einem Stand und zahlreichen Cidern vertreten.

Grüßen möchte an dieser Stelle die Bekannten vom Stand vom Obst- und Gartenbauverein Fischbach aus Kelkheim. Nach nun jetzt 4 Jahren auf der Messe kennt man sich inzwischen. Übrigens, die haben einen sehr leckeren Apfelessig. Leider keinen Onlineshop. Termine für den Verkauf könnt ihr aber auf der Homepage nachschauen. Super leckere Produkte. Ein Besuch lohnt sich.

Bevor wir nun zur Galerie kommen, hier noch ein Urlaubstipp. Denn auch auch das gibt es. Ein Cider Festival in Tschechien. Das Festival (Slavnost cideru), findet jährlich oft im Frühsommer oder Herbst in Prag, beispielsweise in den Riegrovy sady, statt. Es bietet Handwerklich hergestellte Apfelweine aus allen Teilen Tschechiens und dem Ausland. Auf dem Festival können Sie Dutzende von Apfelweinsorten, Cidre, Most und handwerklich hergestellten Limonaden verkosten. Neben Produkten etablierter Marken finden Sie auch Neuheiten kleiner, unabhängiger Hersteller aus Tschechien und dem Ausland. Auch der mehrfache Publikumspreisträger Opre Cider aus der Slowakei ist dieses Jahr wieder vertreten, und Apfelweine aus Polen und Kroatien, Ländern, in denen dieses Getränk einen regelrechten Boom erlebt, werden erneut präsentiert. Ob Kenner oder Laie – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Tickets gibt es bereits früh im Jahr ab 5€. Das teuerste kostet gerade mal 21€. (Stand 2026).

Zum Abschluss des Berichtes noch die Galerie mit Höhepunkten und weiteren Produkten/Ausstellern. Ein Besuch der Messe für Apfelweinliebhaber lohnt sich jährlich aufs neue.


1 = ein Pommelier ist für Apfelwein das, was ein Sommelier für Wein ist: Ein Sommelier ist ein „Weinexperte“ – man findet ihn üblicherweise in Restaurants. Er hat die Weinkarte zusammengestellt und hilft den Gästen bei der Auswahl eines Weins, der ihnen schmecken könnte, oder empfiehlt passende Weine zu den Speisen


Beitragsbild: C. Haus
Bilder: alle C. Haus
Quelle: eigene Teilnahme, Internetseiten der Hersteller, untappd.com, google,

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